Stevia

February 1st, 2012 by admin

Mittlerweile - im Februar 2012 - auf der Süßwarenmesse in Köln in aller Mund gekommen oder “genommen” Süßkraut oder auch Stevia genannt; lat. Stevia rebaudiana ist eine Pflanze, die für Diabetiker oder Menschen, die keinen Zucker zu sich nehmen dürfen, eine wahre Freude darstellen dürfte.

Schade war bisher nur, dass diese Pflanze zwar als Kraut angebaut werden darf, wirtschaftlich aber nicht verwendet werden durfte - dieses hat sich jedoch mittlerweile verändert. Ob das an der Lobby der Zuckerhersteller liegen mag? Mein Bruder beispielsweise, der Süßstoff nicht verträgt könnte also dieses Kräutlein verwenden, wenn er es erst einmal kennen würde. Ich selber habe auch erst vor wenigen Tagen darüber mehr erfahren durch eine Dame, die in der großen weiten Welt umher gekommen ist und bei der die Blätter dieses Pflänzchens einfach so, nebenbei, geknabbert werden und bei der Menschen im Bekanntenkreis nur noch mit Stevia backen und kochen weil sie Zucker nicht vertragen. Nun also mehr zum Süßkraut oder Honigblatt, Ca-a jhee, Caa-a yupe, Caajhe-he, Herba dulce oder einfach Süßes Kraut, einem Korbblütergewächs.
In Südamerika gibt es von ihr 150 bis 300 Arten, von denen jedoch nur zwei das diterpene Steviosid enthalten, das den süßen Geschmack der Blätter erzeugt.

Zehn Tropfen des Extrakt können scheinbar die Süße von 300 Gramm Zucker - ohne Kalorien - ergeben. Schon die Blätter sollen zehn bis 15 Mal süßer sein. Nur 50 Gramm reines Steviosid könnten 12,5 Kilogram Zucker ersetzen, doch ist die Süße abhängig von Temperatur, pH-Wert und Konzentration. In größeren Mengen wird es bitter. Stevia soll für Diabetiker gut sein und Karies unterbinden. Wer also Zucker meiden will oder muss und wem synthetischer Süßstoff (wie bei meinem Bruder, der davon erbrechen muss) nicht bekommt, für den wäre Stevia bestimmt eine Lösung.

Sie bietet noch einen weiteren Vorteil: Eine Hilfestellung für Neurodermitiker “zuckerfrei”, “natürlich”, “süss auch mit geringen Mengen” und hervorragend im Joghurt verwendbar. Der Blutzuckerspiegel erhöht sich nach Genuß nicht - es sind jedoch Fälle aufgetreten, in denen eine Senkung des Blutzuckerspiegels erfolgte.

Überwiegend findet man es im Hochland von Paraguay, aber auch in Brasilien und Argentinien vor. Gerne siedelt sich dieses Kraut in unfruchtbarem, sauren Sand- oder Kompostböden an die zumeist am Rand von Marsch- oder Grasland mit niedrigem Wasserspiegel zu finden ist. Lange, lange vor unserer Zeit hatte sich die Stevia fast über die ganze Welt verbreitet. Unter anderem findet man sie in: Japan, Korea, Taiwan, auf den Philippinen, in Südostasien, England, Israel und vielen weiteren Ländern unserer Welt. Sie läßt sich aus Samen, durch Kronenteilung oder Bewurzlung von Zweigen, welche bis zum Boden reichen können, vermehren.

Die Pflanze wird wildwachsend ca. 60 cm hoch. Als Kulturpflanze ist jedoch mehr an Größe möglich. Die Blätter sind klein und grün gefärbt. Je älter die Blätter sind, desto kräftiger entwickelt sich die Blattfarbe in Richtung dunkelgrün. Das Wurzelsystem besteht aus vielen kleinen dünnen Wurzeln, die tief in den Boden reichen können.

Die Blätter enthalten zwischen 6 und 12 % Steviaoside. Beispielsweise könnten auf einen halben Hektar Land ca. 220 kg Stevioside aus den Blättern extrahiert werden. Diese Menge entspricht in Haushaltszucker umgerechnet ca. 28 Tonnen Zucker. Desweiteren sind noch in den Blüten enthalten: Rebaudiosid A: 0,21 %
Jhanol: 0,18 %
Austroniulin: 0,08 %

Süßkraut wird seit langer Zeit in Amerika zum Süßen von Tees und Speisen verwandt. Bei uns ist der Gebrauch noch nicht so weit verbreitet. Die USA und Japan gelten als Länder, in denen Stevia frei verkäuflich ist. In Deutschland grasieren (von Nichtanwendern) jede Menge Geschichten, die ich aber nachdem ich nun einiges recherchiert habe und Menschen kennengelernt, die mit dieser Pflanze seit Jahrzehnten “verbandelt” sind, als Märchen einstufen möchte. Beispielsweise wurde davon gesprochen, dass Stevia unfruchtbar macht - eigenartigerweise sind die Stämme/Länder der Ureinwohner nicht unbedingt kinderlos oder kinderarm gewesen - somit kann das irgendwie nicht stimmen. Da erscheint mir die Aussage eines Teeladenbesitzers schon eher logisch, daß nämlich Stevia nicht mehr verkauft werden darf, “weil die Zuckerindustrie die EU-Kommision geschmiert hat.”

Richtig ist vielmehr, wie die gemeinsame Expertenkommission für Lebensmittelzusatzstoffe der Weltgesundheits- und Welternährungsorganisation (JECFA) auf der Grundlage weiterer Studien im Juni 2004 veröffentlicht hat: Steviosid (bis zu einer Höchsteinnahmemenge von 2 mg pro Tag und kg Körpergewicht) für den menschlichen Gebrauch als unbedenklich zu bezeichnen.

Somit als NULLO Problemo statt Süßstoff oder Zucker ein Blättchen Stevia in den Tee zu legen. Auch die Uni Hohenheim widmet sich sehr positiv und aktuell diesem Thema.

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Salat mit Tobinambur

January 30th, 2012 by dagmar

Eine Wurzel, von der ich nicht sehr viel weiß: “Tobinamburâ€?. Als ich noch Teenager war und Frage Nr. 1 das Thema “Abnehmenâ€? war gab es mit Heliantus Tuberosos eine apothekenpflichtige, aber rezeptfreie, Tropfenlösung, die ein Völlegefühl vermitteln soll. Unschädlich und homöopathisch: bestehend aus genau dieser Wurzel, die ich jetzt in einen Topf gepflanzt habe.

Topinambur mit Tomaten

500 gr Topinambur
200 gr Tomaten
1 Zwiebel
1 Bund Schnittlauch
Öl, Essig, Salz, Pfeffer
Hüttenkäse

Topinambur gründlich waschen. Tomaten waschen und sechsteln. Schnittlauch schneiden.
Aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und gewürfelter Zwiebel eine Marinade anrühren. Topinambur mit dem Gurkenhobel in die Marinade hobeln. Tomaten untermischen und mit Schnittlauch bestreuen. Mit Hüttenkäse garnieren.

Ich persönlich würden den Geschmack ist als relativ neutral zu beschreiben. Ein hartes Fruchtfleisch, welches mich leicht an Kokosnus oder noch nicht reife Haselnüsse erinnert. Beißen ist bei empfindlichen oder instabilien Zähnen weniger zu empfehlen, hier würde ich sagen “brechenâ€? der zuvor geschnittenen Scheiben ist sinnvoller.

Topinambur wird auch als “Diabetikerkartoffelâ€? bezeichnet. Zuweilen wird sie als Heckenpflanze verwendet, oftmals bis der Besitzer entdeckt oder erfährt, dass sie eine selten gewordene Kartoffelart ist.

Die Pflanze vermehrt sich rasend und blüht, wie ihre Artgenossen die Sonnenblumen einmal im Jahr. Die Blüte ist jedoch wesentlich kleiner, während die Knollen - im Gegensatz zur normalen Kartoffelknolle - während des ganzen Jahres Früchte trägt.

Sinnvoll sei es, sie unter Kontrolle oder in einem Kübel wachsen zu lassen, da sie sich wie Unkraut vermehre. Bei Bedarf holt man (auch im Winter) einfach die Knollen aus dem Pflanzgefäß.
Zum Winter hin werden sie braun und das Blattwerk sollten abgeschnitten werden.

Tobinambur ist eine stark krautbildende Pflanze, die frosthart ist und bis zu vier Meter hoch werden kann. Dabei blüht sie gelb, es gibt diverse gefüllt blühende Sorten. Woher man-/frau sie beziehen kann ist mir noch nicht klar, da ich diese eine Wurzel von einer Bekannten erhalten habe.

Das Wichtigste an dieser Pflanze sind die zuckerreichen Knollen.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde bei einer Hungersnot im damaligen Nouvelle France (heute Kanada) die Topinamburpflanze von Indianern übernommen. Sie gelangte durch Seefahrer nach Frankreich und wurde an den Fürstenhöfen als Delikatesse angebaut. Bei uns gewann die Knolle auch erst in den Hungerjahren nach dem Krieg eine gewisse Bedeutung.

Es ist eine gesundheitsfördernde Knolle, besonders bei Diabetes, Stoffwechselleiden und Verdauungsstörungen.
Das Biotin, dessen Gehalt sehr hoch ist, als Wirkstoff neben den bekannten Vitaminen A, B1, B6, C, D, PP. Der Hauptinhaltsstoff der Knolle: Der linksdrehende Fruchtzucker (Fructose, Lävulose) wird vom Körper aufgenommen, ohne in angemessenen Mengen die Bauchspeicheldrüse sonderlich zu belasten.
Neben dem Fruchtzucker ist der Traubenzucker, in einem günstigen Verhältnis zueinander 2:1 (ähnlich wie Honig).

Die Mineralsalze (1,1 – 1,6 %) enthalten reichlich Calcium, Silicium, Eisen und Natrium, also Gerüst-, Gewebs- und Blutbilder.

Mehr darüber unter http://www.mueggelheimer-bote.de/0302/rubrik_garten.html

Diese Art der Kartoffel wird heute immer öfter wegen der essbaren Knollen angebaut, doch auch aus jungen Blattrieben kann ein (scheinbar) köstlicher Salat bereitet werden. Ebenfalls sollen sich die Blätter dieser Pflanze als Zwergkaninchen und Meerschweinchen-Futter eigenen, somit vielleicht ein Leckerbissen für Marinas Ninchen?

Da Topinambur stark wuchern soll wird er in meinen Absturzgarten gesetzt, manch einer setzt sie auf den Komposthaufen. Die Gartenabfälle können ruhig in dieses Topinamburbeet geworfen werden - die Abfälle verrotten hier und Unkräuter haben keine Chance hochzukommen

Tobinambur wird auch zu Therapiezwecken bei gestörtem Eßverhalten eingesetzt, weil es das Hungergefühl reguliert.

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Potentilla atrosanguinea

April 11th, 2008 by admin

Schade eigentlich, was wir alles vergessen haben, was es über Kräuter gibt und welche Heilwirkung sie doch haben. Wie viele von uns haben zu Hause einen kleinen Garten mit viel Platz und zufällig ein Dörrgerät.
Darin ließen sich super Kräuter trocknen, die bei Bedarf einfach zu einem Tee zubereitet werden.  Auch ich habe bisher diese Möglichkeit auf Grund von Zeitmangels nicht genutzt. Ich denke aber, wenn man sich an solche Aktionen gewöhnt hat, dann laufen sie “nebenbei”.

Potentilla atrosanguinea werden meist dem Silberfingerkraut (Potentilla atrosanguinea) zugeordnet werden, obwohl die Gene verschiedener Arten sich in ihnen mischen. Sie tragen, wenn es soweit kommt, ihre Blüten auf 40 bis 50 Zentimeter langen Stielen. Optisch wirken diese Blüten wie Röschen.

Die Sträucher sind robust. An den Boden stellen sie kaum Ansprüche, solange er nicht zu trocken ist. Nur volle Sonne ist wichtig, sonst leidet der Blütenansatz. Am besten schneidet der Gärtner die Sträucher jedes Frühjahr bis kurz über den Boden zurück. Sie blühen dann zwar etwas später als ungeschnittene Exemplare, dafür fällt der Blütensegen üppiger aus und die Blüten werden größer.

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Fenchel

March 31st, 2008 by dagmar

Zwar erinnert mich Fenchel wie Kamille immer an “krank” deshalb habe ich diese Pflanze bisher nicht in meinem “privaten Kräuterbeet”.  Das wird nun anders. Somit heisst es auch hier: “Daumen drücken, dass meine Samen zu großen Pflanzen werden”.

Foeniculum vulgare - der Samenfenchel ist eine wegen ihrer Wirksamkeit geschätzte Heilpflanze. Die feingefiederten, glänzend bereiften Blättchen mit anisartigem, süss-würzigem Geschmack werden auch in der Küche verwendet zum Würzen von Salaten, Sossen, Suppen, Quark, Fisch. Heilwirkung: Hustenbekämpfend, beruhigend (besonders bei Kindern), verdauungsfördernd gegen Blähungen und gegen Augenentzündungen.

Anwendung:
Die Samen werden geerntet, wenn sie reif sind. Die Dolden dabei mehrfach abernten. Einen gehäuften Teelöffel zerdrückter Samen mit kochendem Wasser übergiessen. Von diesem Tee 2 - 5 mal täglich eine Tasse mit Honig gesüsst trinken, als Magentee jedoch ungesüsst.

Kurzkulturanleitung:

Aussaat:
April - Juli dünn in Reihen an sonniger Stelle

Reihenabstand:
30 - 40 cm

Saattiefe:
1 - 2 cm

Keimdauer:
14 - 20 Tage bei 15 - 22°C

Erntezeit:
August - September

Diese, und viele weitere Samen, von denen ich hier noch berichten werde, habe ich bezogen vom Samenhaus -  www.samenhaus.de . Das Samenhaus vertreibt SPERLI Samenmischungen für Garten oder Balkon. Nachdem ich in all’ den Jahren in diversen Supermärkten und Baumärkte die Samen gekauft haben, die dort “eben” vorrätig waren, so habe ich hier eine große Auswahl und Preise, die unter dem Supermarkt/Baumarkt-Niveau liegen.

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Essbare Blüten

March 31st, 2008 by dagmar

Wir alle wissen vermutlich in der Zwischenzeit, dass Gänseblümchen essbar sind. Was ich aber nicht wußte, dass es spezielle - bunte - Samenmischungen für essbare Blumen gibt. Finde ich toll, gefällt meinem Auge und vielleicht auch den Katzen. Es handelt sich dabei um
Essbare Blüten SPERLING’s Blütensalat,
aromatische Blumen- und Kräutermischung

Eine spezielle Mischung einjähriger Sommerblumen und Kräuter wie z. B. Kapuzinerkresse, Ringelblume  (konnte ich am Samen entdecken und weiß nun, dass zumindest einige Arten essbar sind), Boretsch u. a. Die bunten Blüten und das feine bis würzige Aroma wirken appetitanregend.

Dieser Blütensalat lässt sich mit Marinaden oder Kräuter-Joghurt-Dressing und gemischt in Blattsalaten vielseitig zubereiten. Ab dem Frühsommer bis in den Herbst werden die zarten Blütenblättchen gezupft. Da diese Blümchen essbar sind, sind sie auch zur Dekoration von Speisen, Beilagen und Getränken geeignet.

Kurzkulturanleitung:

Aussaat:
Ende April - Juni ins Freiland in Reihen oder breitwürfig

Reihenabstand:
60 x 10 cm

Saattiefe:
0,5 cm

Keimdauer:
2 - 4 Wochen

Erntezeit:
Juni - Oktober

Diese, und viele weitere Samen, von denen ich hier noch berichten werde, habe ich bezogen vom Samenhaus -  www.samenhaus.de . Das Samenhaus vertreibt SPERLI Samenmischungen für Garten oder Balkon. Nachdem ich in all’ den Jahren in diversen Supermärkten und Baumärkte die Samen gekauft haben, die dort “eben” vorrätig waren, so habe ich hier eine große Auswahl und Preise, die unter dem Supermarkt/Baumarkt-Niveau liegen.
essbare blueten

p.s.s:  Als Färbemittel Käse, Butter und anderen Lebensmitteln findet die Ringelblume oft ihren Einsatz - früher waren Ringelblumen-Blütenblätter ein beliebtes Mittel zur Verfälschung von Safran. Blüten und junge Blätter sind genieß- und essbar.

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Honigkraut

January 31st, 2008 by dagmar

Ein weiterer, mutiger, Versuch zu testen, ob es mir gelingt aus Samen Pflanzen zu zaubern.
Das Honigkraut gehört in die Rubrik “Stevia”, die hier als Süßkraut bereits beschrieben wurde. Die Samenpackung verrät mir: unkompliziert, wuchskräftig und anspruchslos.

Innerhalb dieses Artikel werde ich alle Veränderungen in Wort und Bild festhalten. Dabei hoffe ich natürlich, dass ich bis zum Punkt der “Ernte” gelangen werde ;-)

Wenn ja, dann erwartet mich aus dem Samenpäckchen eine maximale Anzahl von 8 - 10 Pflanzen (Preis 2,70 Euro pro Packung; für eine Pflanze jedoch habe ich um die 4 Euro bezahlt). Deren Samen so mini sind, dass mir ein abzählen und teilen in zwei Töpfe absolut unmöglich erschien.

Das Honigkraut, auch Stevia rebaudiana genannt, ist seit vielen Jahren in Mittel- und Südamerika verbreitet, auch die Japaner haben längst die Vorzüge von Stevia entdeckt. Zu den positiven Eigenschaften der Pflanze gehört ihr unkomplizierter Wuchs und die ansprechende Optik.

Pflege: Die Pflanzen können in Töpfen auf der vollsonnigen Fensterbank angezogen werden. Gegossen wird regelmäßig, aber keinesfalls zu nass halten. Zudem sollte regelmäßig etwas nachgedüngt werden.

Kurzkulturanleitung:

Aussaat:
im Gewächshaus oder auf der Fensterbank ganzjährig in Aussaaterde, im Freiland Anfang April - Juni

Pflanzenabstand:
25 x 30 cm

Saattiefe:
0,5 cm

Keimdauer:
10 - 20 Tage bei ca. 20°C

Erntezeit:
beginnt ca. 12 Wochen nach der Aussaat

Diese, und viele weitere Samen, von denen ich hier noch berichten werde, habe ich bezogen vom Samenhaus -  www.samenhaus.de . Das Samenhaus vertreibt SPERLI Samenmischungen für Garten oder Balkon. Nachdem ich in all’ den Jahren in diversen Supermärkten und Baumärkte die Samen gekauft haben, die dort “eben” vorrätig waren, so habe ich hier eine große Auswahl und Preise, die unter dem Supermarkt/Baumarkt-Niveau liegen.

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Baldrian

June 16th, 2007 by admin

Garnicht so einfach käuflich zu erwerben ist die Baldrianpflanze. In den hier örtlich ansässigen Baumärkten gab es keine Chance, also wurde mal wie gesteigert auf diese Pflanze, deren Name vermutlich vom botanischen Namen Valeriana officinalis, welches sich von valere = “gesund sein” ableitet. Zuhause ist der Baldrian in Europa und Asien, millterweile auch im nordöstlichen Amerika. Ein unempfindliches und starkes Pflänzchen, welches schnell zur großen Pflanze werden kann.

Die Baldrianstaude kann eine Höhe von 50 bis 150 cm erreichen, wobei der runde und hohe Stängel meist nur in der oberen Hälfte verzweigt ist. Die hellrosa bis weißen Blüten sind in rispigen Trugdolden angeordnet und besitzen einen angenehmen Duft. Erst beim Trocknen der Blüten entsteht der charakteristische Baldriangeruch.

Der runde, hohle Stängel ist meist nur in der oberen Hälfte verzweigt und trägt hellrosa bis weiße, in rispigen Trugdolden angeordneten Blüten. Die Blätter sind fiederschnittig oder gefiedert. Die frischen Blüten besitzen einen angenehmen Duft, erst beim Trocknen entsteht der charakteristische Baldriangeruch. Katzen aber auch Ratten fühlen sich davon sehr angezogen. Medizinisch verwendet werden die unterirdischen Pflanzenteile.

Da er bei Mutter Natur gerne in Ufernähe wächst freut er sich über einen feuchten Standort. Wenn man die wertvollen Wurzeln ernten möchte, die oftmals als Heilmittel angewendet werden, so empfiehlt es sich, einen Teil der Blütenstände zu entfernen, da sich dann kräftigere Rhizome bilden. Vereinfacht gesagt: Wurzel ernten, trocknen und Sud kochen.

Als Zierpflanze ist Baldrian recht unempfindlich. An einem idealen Standort kann er durchaus bis 1,5 Meter hoch werden.

Im Volksmund wurde der Baldrian auch Katzenkraut genannt, da er aufgrund seines Geruches Katzen anlockt. Eine Kombination bauten die Menschen damals zwischen den guten Sehkräften und einer vermeintlichen Verwendung als Augenheilmittel. Aber der Baldrian wurde auch als Mittel gegen Pest und andere Seuchen angewendet; über den Erfolg dürfte sich jedoch streiten lassen. Seine Bezeichnung im Brauchtum, Hexenkraut, lässt sich wohl am ehesten auf seinen Geruch zurückführen, der angeblich böse Geister und Hexen vertreiben sollte. Dieser typische Geruch soll der Sage nach auch dem Rattenfänger von Hameln geholfen haben, der angeblich einen Baldrianzweig an seinem Gürtel befestigt hatte und so die Ratten anlockte.
Richtig dosiert ist seine Anwendung wissenschaftlich unumstritten: Unerwünschte Nebenwirkungen und Entstehen einer Abhängigkeit gibt es bei ihm nicht - Baldrian ist gut mit Hopfen kombinierbar (verstärkte Wirksamkeit). Baldrian wirkt u. a. bei Kopfweh, Migräne, Schlafstörungen, bzw. Einschlafstörungen, Unruhe und Stress, Wechselbeschwerden und anderem mehr.

Baldrian ist heute bestimmt eines der bekanntesten Schlaf- und Beruhigungsmittel aus dem Kräutergarten; während er jedoch im Altertum überwiegnd bei Frauenleiden (krampflösende Wirkung) eingesetzt wurde. Seine beruhigende Wirkung wurde erst im 19. Jahrhundert entdeckt.
Zubereitung: von der Baldrianwurzel (1-2 Teelöffel pro Tasse) kann man entweder einen Aufguss herstellen, sie abkochen oder ein Kaltmazerat herstellen. Weil Baldrian einen unangenehmen Geschmack hat, wird er häufig mit anderen Kräutern (z.B. Melisse) gemischt.

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Wermut

June 16th, 2007 by admin

Es freut mich, dass die Pflanze den Winter überlebt hat. Er gedeiht in sonnigen Lagen, und das ohne große Ansprüche.

Frische oder getrocknete Blätter verwendet, dienen sie als Beigabe zu Braten, ebenfalls bekannt als Weinbrandgewürz. Er wirkt als Tee magenstärkend und fiebersenkend.
Verwendung: Eintöpfe, fette Fleischgerichte, Wild - sparsam verwenden durch mitkochen bei den Speisen. Die Konservierung geht über das Trocknen.

Er hält in der Nähe von Obtbäumen gepflanzt Kohlweißlinge ab. Ernte: Juni bis September und ist winterhart.An den hellgrauen Zweigen und weißfilzig behaarten Blättern sollen sich im Sommer hellgelbe Blüten bilden - soweit ist meine Pflanze aber noch nicht. Er ist nicht als Zimmerpflanze geeignet - warum konnte ich (noch) nicht erfahren.

Gelesen habe ich, dass er möglichst alleine stehen soll - ich hoffe, er und der Baldrian vertragen sich, obwohl Wermut wachstumshemmende Stoffe ausscheidet. Unter Stachelbeeren und Johannisbeersträucher gepflanzt wirkt soll er gegen Rostbefall (? ups, das kenne ich nicht aus der Pflanzenwelt) helfen. Der Rückschnitt erfolgt im Herbst, in rauhen Gegenden sollte es einen Winterschutz geben.

Vermehrung: Aussaat im März/April (aber eine Pflanze reicht für den Hausgebrauch) oder Stecklinge im Spätsommer.
Ernte: Laufend junge Blätter.

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Katzenminze

June 16th, 2007 by admin

Schon in den Kräuterbüchern des Mittelalters beispielsweise bei Albertus Magnus ist zu lesen, dass Katzen sich damit «imprägnieren». Dioskorides nennt weitere Indikationen: Als Tee aufgebrüht getrunken, treibt es den Harn und die Monatsregel, löst den Krampf, hindert den Brechdurchfall und senkt das Fieber bei Schüttelfrost. Mit Salz vermischt und roh oder gekocht gegessen, tötet es die Bauchwürmer. Ferner wirken die zerstossenen Blätter mit Wolle zu einem Zäpfchen geformt und appliziert menstruationsfördernd und töten die Frucht. Der Dampf des angezündeten Krauts soll Schlangen vertreiben. Hildegard von Bingen verabreicht pulverisierte Katzenminze bei Skrofeln am Hals, bevor diese aufgebrochen sind, als Brotaufstrich, in Mus oder «Kucheln» gegessen. Brechen die Skrofeln auf, so lege man die Blätter der Katzenminze roh und frisch darüber und die Skrofeln trocknen aus.

Katzenminze wirkt fiebersenkend, krampflösend, stark schweisstreibend und beruhigend. Sie besitzt einen angenehmen Geschmack und die sanfte Wirkung ist sie als Arzneipflanze für Kinder bei Erkältungen, Grippe und Fieber geeignet, speziell auch in Verbindung mit Honig zusammen und mit Holunderblüten und Schafgarbe. Katzenminze hilft auch bei Blähungen und beruhigt dadurch Verdauungsstörungen und Koliken.

Sie ist ein Wundermittel gegen Mücken: Im Sommer können Mücken zu einer echten Plage werden. Viele von uns Dosenöffnern greifen dann zur chemischen Keule, um die kleinen Blutsauger los zu werden. Bis zu zehn Mal besser wirke aber scheinbar die Katzenminze, wie amerikanische Chemiker beobachtet haben wollen.

Getestet haben die Chemiker das abstossende Öl der Pflanze an den Gelbfieber- Moskitos (Aedes aegypti). Für die Tests steckten die Wissenschafter jeweils 20 Moskitos in grosse Glasröhren, die auf einer Seite mit unterschiedlich hohen Nepetalacton-Dosen behandelt waren. Nach zehn Minuten hielten sich nur noch zwischen vier und fünf Mücken auf der Nepetalacton-Seite auf - die anderen waren geflüchtet.

Ich selber habe vier Pflanzen der klassischen Katzenminze, die wohl relativ unempfindlich sind, da ich sie an verschiedenen Standorten eingepflanzt habe und alle Pflanzen nach dem Winter gut und stark wieder neue Triebe gebildet haben. Erst in diesem Jahr habe ich mich nach dem Geruch kundig gemacht: ähnlich unserem Pfefferminz würde ich sagen.

Welche Sorte von den vielen denn nun passender ist konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ich gehe davon aus, dass jede der Katzenminzepflänzchen über die selben Eigenschaften verfügt wie die klassische Katzenminze, die dunkelblau blüht.

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Pfefferminze

June 16th, 2007 by admin

Manch einer gibt sie in ganz kleinen Mengen dem Salat zu, manch einer trinkt sie mir Vorliebe: die Pfefferminze.

Schon nahezu alle Facetten darüber habe ich gelesen: sie würden Katzen abstoße und würden zuweilen als Schutz von Teichen eingesetzt oder aber daß Pfefferminze besonders bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden (Darmkoliken), gereiztem Magen, Entzündungen der Magenschleimhaut und Durchfall hilfreich sei bei Hunden und Katzen und unter das Futter gemischt werden könne.

Rezept für Pfefferminz-Tee für uns Dosis
1 EL getrocknete Blätter mit heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen (oder 4 - 5 frische Pfefferminzblätter verwenden).

Krampflösend und leicht betäubend wirkt sie auf die Magenschleimhaut sowie anregend auf den Gallenfluss. Die enthaltenen Enzyme Peroxydase und Katalase sind wirksame Immun- und Blutkräftigungsmittel. Die Bitterstoffe fördern die Verdauung. Die Pfefferminze ist reich an Kalium, Kalzium und B-Vitaminen (Riboflavin, Niazin und Folsäure).

Aber Vorsicht:
In hohen Dosierungen kann Pfefferminze giftig sein! Nicht über längere Zeit anwenden (wirkt vermindernd auf die Magensäure)!

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