Fastnachtskrapfen

February 14th, 2012 by dagmar

Wie Ihr hier in den Fotos der Zubereitung seht ist dieses Rezept für Berliner, Berliner Ballen, Kreppel, Kräppel, Gräbbel, Kräbbelchen, Faschingskrapfen, Berliner Krapfen, Fastnachtsküchel oder Puffel (wie auch immer man/frau sie noch nennt) absolut klasse und recht einfach.

Da bei mir der Backautomat den Teig für die Berliner bzw. Faschingsküchle knetet kommen die Butter/Margarine und die Eier als erstes in die Backform.

Das Mehl kommt dann in den Behälter, dem Vanillezucker, Zucker, eine Prise Salz folgen. In das Mehl wird eine Mulde vertieft, in welche die in Milch aufgelöste (Trockenhefe ist natürlich ebenso möglich) gegeben wird. Das ist quasi mein Vorteig im Brotbackautomaten, der nun ein paar Minuten so stehen bleibt, bevor das Teigknetprogramm gestartet wird.

Die meisten meiner Marmeladen mache ich selber und weiß somit, welche zum füllen geeignet sind, da sie entweder keine Kerne haben oder passiert wurden. Davon benötige ich rund 300 ml. Es dürften ca. 16 gefüllte Krapfen werden - je nachdem, wie dick der Teig ist bzw. wie groß das Gebäckteil selber gebacken wird.

Wenn mein Brotautomat den Teig geknetet hat darf er unter einem Küchentuch ruhen, bis er ca. das doppelte Volumen erreicht hat.

Wenn es soweit ist und der Teig gegangen ist, dann wird bei mir der Topf für das Fett (ich besitze leider keine Friteuse) auf 180 Grad erhitzt. Das dauert seine Zeit. Das Fett ist dann bereit, wenn sich an einem Holzlöffel (der ins Fett gelegt wird) Bläschen bilden, die an die Oberfläche aufsteigen.

Den Teig mit Mehl bestäuben und nochmals auf der Arbeitsfläche durchkneten. Dann entweder in 16 Teile teilen und diese zu Ballen formen oder aber (wie ich) einen ca. 7 cm großen Ausstecher (evtl. Glas oder Plastikdose) zum Einsatz bringen und damit die Berliner ausstechen.

Ein Blech mit einem Küchentuch belegen, die Teiglinge darauf legen und mit einem weiteren Küchentuch bedecken und nochmals gehen lassen so lange das Fett erhitzt wird.

Die Faschingskrapfen in das 180 Grad heiße Fett legen und zwar zuerst mit der aufgegangenen Seite ins Fettbad und dabei goldgelb auf beiden Seiten backen (die Zeiten dafür sind unterschiedlich, je nach Temperatur zwischen 3 und 5 Minuten).

Mit einem Schaumlöffel habe ich die Faschingsküchle aus dem Fettbad gehoben und auf einigen Küchentüchern abtropfen lassen.

Noch warm habe ich sie mit einer Tülle (die zuvor mit Marmelade befüllt worden war) am helleren Gebäckmittelteil mit Marmelade gefüllt und dananch in einer Zimt/Zuckermischung gewendet.

(Teilweise wird es auch so gemacht, daß das Gebäck heiß in Zimt/Zucker gewendet wird und erst danach die Marmelade eingefüllt wird).

Hefeteig:
125 ml Milch
100 gr Butter oder Margarine
500 gr Weizenmehl bei mit Type 550
20 gr Frischhefe, Trockenhefe ist ebenso möglich
30 gr Zucker
1 Vanillin-Zucker
1 gestr. TL Salz
2 Eier (Größe M)

zusätzlich:
Ausbackfett
etwas Zucker und Zimt
Küchentücher

Füllung:
300 g Konfitüre oder 250 g Pflaumenmus oder Gelee - ich bevorzuge hier Hagebuttenmarmelade

Übrigens: damit ich nicht gleich selber zuschlage habe ich mich vorher überzeugt dass mein Gefrierschrank noch Platz hat. Ich habe die Faschingskrapfen einzeln eingefroren und am Tag später zu zweit in Gefrierbeutel gepackt. So kann ich sie auch einzeln entnehmen und auftauen lassen.

Das Originalrezept habe ich der Dr. Oetker Versuchsküche entnommen.
Wobei bei mir die Zutaten ebenso verändert wurden wie auch die Zubereitung.

Posted in Kleingebäck | No Comments »

Apfelstrudel mit Hefe

February 6th, 2012 by dagmar

Zuallererst war ich sehr enttäuscht von diesem Apfelstrudel. Zum ersten mal hatte ich einen Strudel mit einem Hefeteig gebacken und das Gefühl - obwohl nur auf ca. 2mm Dicke ausgewellt, dass ich einen “Teigklumen” innerhalb des Strudels hätte. Am Tag des Anschnittes, als frisch gebacken, die Enttäuschung schlechthin!
Das aber hat sich am nächsten Tag ins Gegenteil verkehrt! Ich vermute, dass der frisch gebackene Teig sich nun mit den Äpfeln bzw. dem Saft verbinden konnte … und nun war ich glücklich…

Für den Teig:
250 gr     Mehl
30   gr     Zucker
35   gr     Butter
5     gr     Salz
2              Eigelb
100 ml    Milch, lauwarm
21   gr     Hefe, frisch
1 Prise    Zimt

Für die Füllung:
600 gr     Äpfel - bei mir war es mehr
2 EL     Zitronensaft
evtl.     Rosinen, gehackte Mandeln, getrocknete Aprikosen etc. …
2 EL     Zucker
1 TL     Zimt

Bei Bedarf einen Vorteig zubereiten, was bei mir im Behälter des Brotbackautomat passiert.

Alle Zutaten für den Teigwerden dann zugegeben und entweder 10 Minuten kräftig durchkneten (oder wie bei mir im Teigzubereitungsprogramm im Brotbackautomaten hergestellt).,

Dieser entstandene glatte Teig wird nun abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 1-2 Stunde gehen gelassen, bis der Teig sein Volumen deutlich vergrößert hat.

Äpfel vom Kerngehäuse befreien und nun entweder fein stifteln oder grob reiben. Mit Zitronensaft beträufeln und abgedeckt kalt stellen.

Nach dem Ruhen bzw. Gehen den Hefeteig nochmals kräftig aufschlagen und gut kneten.

Nun den Teig auf einer bemehlten und mit Backpapier ausgelegten Arbeitsfläche gut 5-10mm dicke ausrollen, je nachdem wie dick man den Teig mag.

Die geriebenen oder gestiftelten Äpfel gleichmäßig darauf verteilen.
Zucker und Zimt mischen und darüber streuen. Ich habe noch gehackte Mandeln und ca. 100 gr getrocknete und sehr klein geschnittene Aprikosen dazu gegeben.

Ausgerollt habe ich den Teig auf einem Küchetuch, so dünn, bis ich das Muster sehen kann. Nun werden die Enden übereinander geschlagen und mit Hilfe des Küchentuches eine Rolle geformt, die dann auf das Backpapier gelegt wird.
Nochmals gute 30 Minuten ruhen lassen.

Den Strudel mit einem mit Milch verquirlten Eigelb bestreichen und im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 180°C Ober/Unterhitze oder 165°C Umluft gute 30-35 Minuten backen bis er goldbraun ist.

(Jeder Ofen heizt anders, daher kann es sein, dass es etwas länger dauert. Bitte also gegen Backende ein wachsames Auge auf den Strudel haben, damit er nicht zu dunkel wird.

Es gibt hier übrigens noch weitere Rezepte für Apfelstrudel ohne Hefe , wie auch den Altwiener Apfelstrudel

Posted in Kuchen | No Comments »

Rote-Bete-Salat mit Pinienkernen

February 3rd, 2012 by dagmar

Die rote Bete gut waschen und in kochendem Wasser weich garen. Dann abkühlen lassen, schälen und in Würfel schneiden. Die Gurken ebenfalls schälen und würfeln. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Alle Zutaten in einer Schüssel mischen. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer ein Dressing zubereiten und mit dem Gemüse mischen. Die Pinienkerne unter den Salat mischen. Mit Petersilie bestreut anrichten und servieren.

Zutaten für 4 Personen:
2 Rote-Bete-Knollen
2 Gemüsegurken
2 Frühlingszwiebeln
2 EL Pinienkerne
2 EL Weißweinessig
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer zum abschmecken
2 EL frisch gehackte Petersilie

Quelle:
Essen & Genießen “Antipasti” Happy Books

Posted in Salate | No Comments »

Kartoffel-Tomaten-Auflauf

February 2nd, 2012 by dagmar

Kartoffeln und Tomaten in Scheiben, Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Zusammen mit Salamischeiben in eine gefettete Auflaufform eine Lage Kartoffeln geben, salzen und pfeffern. Salami auf die Kartoffeln legen und darauf abwechselnd Kartoffeln, Zwiebeln und Tomaten geben. Jeweils mit Salz, Pfeffer (kräftig!) und Thymian würzen.

Wer mag Gouda mit saurer Sahne verrühren und über den Auflauf geben. Im vorgeheizten Ofen bei 225°C auf mittlerer Schiene 15-20 Min. garen.

Ich selber werde in Zukunft auf die Beilage von Sahne verzichten und lediglich Mozarella Käse auflegen - mir ist sonst alles zu “flüssig”. Es hat super pikant geschmeckt und ist ideal gerade auf die Schnelle aus “Resten” vom Vortag zubereitet.

Portionen auf Teller geben und als Beilage Blattsalat oder grünen Salat reichen.

Zutaten:

3  Kartoffel(n)
2  Tomate(n)
Zwiebel(n)
150 gr Salami
Salz
Pfeffer
Thymian
½  Becher saure Sahne
70 gr Käse (Gouda) - bei mir Mozarella

Posted in Aufläufe | No Comments »

Stevia

February 1st, 2012 by admin

Mittlerweile - im Februar 2012 - auf der Süßwarenmesse in Köln in aller Mund gekommen oder “genommen” Süßkraut oder auch Stevia genannt; lat. Stevia rebaudiana ist eine Pflanze, die für Diabetiker oder Menschen, die keinen Zucker zu sich nehmen dürfen, eine wahre Freude darstellen dürfte.

Schade war bisher nur, dass diese Pflanze zwar als Kraut angebaut werden darf, wirtschaftlich aber nicht verwendet werden durfte - dieses hat sich jedoch mittlerweile verändert. Ob das an der Lobby der Zuckerhersteller liegen mag? Mein Bruder beispielsweise, der Süßstoff nicht verträgt könnte also dieses Kräutlein verwenden, wenn er es erst einmal kennen würde. Ich selber habe auch erst vor wenigen Tagen darüber mehr erfahren durch eine Dame, die in der großen weiten Welt umher gekommen ist und bei der die Blätter dieses Pflänzchens einfach so, nebenbei, geknabbert werden und bei der Menschen im Bekanntenkreis nur noch mit Stevia backen und kochen weil sie Zucker nicht vertragen. Nun also mehr zum Süßkraut oder Honigblatt, Ca-a jhee, Caa-a yupe, Caajhe-he, Herba dulce oder einfach Süßes Kraut, einem Korbblütergewächs.
In Südamerika gibt es von ihr 150 bis 300 Arten, von denen jedoch nur zwei das diterpene Steviosid enthalten, das den süßen Geschmack der Blätter erzeugt.

Zehn Tropfen des Extrakt können scheinbar die Süße von 300 Gramm Zucker - ohne Kalorien - ergeben. Schon die Blätter sollen zehn bis 15 Mal süßer sein. Nur 50 Gramm reines Steviosid könnten 12,5 Kilogram Zucker ersetzen, doch ist die Süße abhängig von Temperatur, pH-Wert und Konzentration. In größeren Mengen wird es bitter. Stevia soll für Diabetiker gut sein und Karies unterbinden. Wer also Zucker meiden will oder muss und wem synthetischer Süßstoff (wie bei meinem Bruder, der davon erbrechen muss) nicht bekommt, für den wäre Stevia bestimmt eine Lösung.

Sie bietet noch einen weiteren Vorteil: Eine Hilfestellung für Neurodermitiker “zuckerfrei”, “natürlich”, “süss auch mit geringen Mengen” und hervorragend im Joghurt verwendbar. Der Blutzuckerspiegel erhöht sich nach Genuß nicht - es sind jedoch Fälle aufgetreten, in denen eine Senkung des Blutzuckerspiegels erfolgte.

Überwiegend findet man es im Hochland von Paraguay, aber auch in Brasilien und Argentinien vor. Gerne siedelt sich dieses Kraut in unfruchtbarem, sauren Sand- oder Kompostböden an die zumeist am Rand von Marsch- oder Grasland mit niedrigem Wasserspiegel zu finden ist. Lange, lange vor unserer Zeit hatte sich die Stevia fast über die ganze Welt verbreitet. Unter anderem findet man sie in: Japan, Korea, Taiwan, auf den Philippinen, in Südostasien, England, Israel und vielen weiteren Ländern unserer Welt. Sie läßt sich aus Samen, durch Kronenteilung oder Bewurzlung von Zweigen, welche bis zum Boden reichen können, vermehren.

Die Pflanze wird wildwachsend ca. 60 cm hoch. Als Kulturpflanze ist jedoch mehr an Größe möglich. Die Blätter sind klein und grün gefärbt. Je älter die Blätter sind, desto kräftiger entwickelt sich die Blattfarbe in Richtung dunkelgrün. Das Wurzelsystem besteht aus vielen kleinen dünnen Wurzeln, die tief in den Boden reichen können.

Die Blätter enthalten zwischen 6 und 12 % Steviaoside. Beispielsweise könnten auf einen halben Hektar Land ca. 220 kg Stevioside aus den Blättern extrahiert werden. Diese Menge entspricht in Haushaltszucker umgerechnet ca. 28 Tonnen Zucker. Desweiteren sind noch in den Blüten enthalten: Rebaudiosid A: 0,21 %
Jhanol: 0,18 %
Austroniulin: 0,08 %

Süßkraut wird seit langer Zeit in Amerika zum Süßen von Tees und Speisen verwandt. Bei uns ist der Gebrauch noch nicht so weit verbreitet. Die USA und Japan gelten als Länder, in denen Stevia frei verkäuflich ist. In Deutschland grasieren (von Nichtanwendern) jede Menge Geschichten, die ich aber nachdem ich nun einiges recherchiert habe und Menschen kennengelernt, die mit dieser Pflanze seit Jahrzehnten “verbandelt” sind, als Märchen einstufen möchte. Beispielsweise wurde davon gesprochen, dass Stevia unfruchtbar macht - eigenartigerweise sind die Stämme/Länder der Ureinwohner nicht unbedingt kinderlos oder kinderarm gewesen - somit kann das irgendwie nicht stimmen. Da erscheint mir die Aussage eines Teeladenbesitzers schon eher logisch, daß nämlich Stevia nicht mehr verkauft werden darf, “weil die Zuckerindustrie die EU-Kommision geschmiert hat.”

Richtig ist vielmehr, wie die gemeinsame Expertenkommission für Lebensmittelzusatzstoffe der Weltgesundheits- und Welternährungsorganisation (JECFA) auf der Grundlage weiterer Studien im Juni 2004 veröffentlicht hat: Steviosid (bis zu einer Höchsteinnahmemenge von 2 mg pro Tag und kg Körpergewicht) für den menschlichen Gebrauch als unbedenklich zu bezeichnen.

Somit als NULLO Problemo statt Süßstoff oder Zucker ein Blättchen Stevia in den Tee zu legen. Auch die Uni Hohenheim widmet sich sehr positiv und aktuell diesem Thema.

Posted in Kräutergarten | No Comments »

Doppekoche

February 1st, 2012 by admin

Besonders auf dem Lande war früher der Martinstag ein ganz besonderer Tag. An diesem Tage erhielten die Mägde und Knechte ihren Lohn, da jetzt die Ernte eingebracht und der Wein gekeltert war. Der Martinstag stand für das Ende eines jeden Wirtschaftsjahres. Zu diesem Zeitpunkt mußten jedoch die Abgaben an Zinsen und Pacht bezahlt werden. Viele Bauern leisteten ihre Abgaben nicht in form von Geld sondern in Naturalien, also durch landwirtschaftliche Produkte, z.B. einer Kuh, einem Schwein oder einer Gans. Weil die Gänse oft vorher geschlachtet wurden, um dem Gutsherren einen fetten Gänsebraten zu servieren wurden diese Gänse nach dem Namen des Tages, also Martinsgans genannt.

Die etwas ärmere Bevöllkerung labte sich an diesem Gericht hier: Doppekoche, oder Döppekoche oder im Hunsrück Rappes, wo es mit Apfelmuß serviert wird.. Einfach lecker schmeckt diese Art Reibekuchen auch mit Salat.

Zutaten:
2 kg Kartoffeln (für kleinere Esser oder Familien diese Zutaten am besten hälfteln)
2 Ei(er)
200 g Schinken, gewürfelt
2 Brötchen, altbackene
½ Liter Milch
sowie Salz - Pfeffer - Muskat und Öl
(je nach Wunsch auch geschnittene Salami, Speck, Zwiebeln oder oder oder)
Bei Bedarf noch eine Käseschicht zum Überbacken.

Brötchen in Würfel schneiden, in der heißen Milch einweichen und gut zerdrücken und die Kartoffeln reiben. Diese Kartoffelmasse mit allen Zutaten gut vermengen. Eine Auflaufform mit Öl auspinseln (darf auch etwas mehr sein). Den Bräter n o c h o h n e Kartoffelmasse in den heißen Ofen (250 Grad) stellen. Erst wenn das Öl schon richtig heiß ist die Form oder den Bräter wieder herausnehmen dann erst mit viel Vorsicht die Kartoffelmasse einfüllen und ab in den Offen für ca. 30 Min, dann auf 200 Grad runter gehen und solange backen, bis sich eine richtig schöne Kruste gebildet hat (ca. 1Std).

Posted in Aufläufe | No Comments »